eCommerce und Mobile Commerce werden getrieben von der fortschreitenden Entwicklung und Verbreitung neuer Endgeräte, die bei den Usern zum Einsatz kommen, weshalb wir immer wieder auch einen Blick auf die Hardware Trends werfen. In den letzten Tagen gab es eine Reihe von Statista Grafiken, die in ihrer Kombination ein gutes Bild auf den Mark zum Ende des Jahres 2013 werfen.
Hier die Kernaussagen:
- Nachdem schon der PC Markt auf dem Boden liegt, werden nun auch die Notebooks von den Absätzen der Tablets überholt
- In den entwickelten Industrieländern verlieren Standard-Handys nahezu an Bedeutung und werden bis auf einen kleinen Restanteil gänzlich von Smartphones abgelöst
- Die Entwicklung bei den Handy ist auch durch fallende Preise bei den Smartphones begünstigt – immer mehr technische Leistung, für weniger Geld
Zu der Entwicklung ein Analyst der International Data Corporation (IDC):
„The key driver behind smartphone volumes in the years ahead is the expected decrease in prices,“ said Ramon Llamas, Research Manager with IDC’s Mobile Phone team. „Particularly within emerging markets, where price sensitivity and elasticity are so important, prices will come down for smartphones to move beyond the urban elite and into the hands of mass market users. Every vendor is closely eyeing how far down they can price their devices while still realizing a profit and offering a robust smartphone experience.“ (IDC)
Sehen Sie nun die 4 Statista Infografiken im Detail…
Tablets und Notebooks liegen gleichauf
Die Grafik zeigt den Absatz von Tablets und Notebooks in Deutschland von 2010 bis 2013.
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Im zweiten Quartal 2013 wurden in Deutschland erstmals geringfügig mehr Tablets als Notebooks verkauft. Gleiches lässt sich für den Zeitraum von Juli bis September feststellen. Der Einzelhandel konnte 1,1 Millionen der handlichen Flachrechner an die Kunden bringen, das entspricht einem Absatzplus von rund 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Notebook liegt mit jeweils 1,1 Millionen abgesetzten Geräten in den letzten beiden Quartalen in der der Verbrauchergunst praktisch gleichauf, ist allerdings mittlerweile weit davon entfernt, ein echtes „Must have“ in punkto IT-Ausstattung zu sein.
Verkauf von Standard-Handys auf Rekordtief
Die Grafik zeigt den Absatz von Smartphones und Mobiltelefonen in Deutschland.
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Eine Million Standard-Handys haben die Deutschen von Juli bis September 2013 gekauft. Das entspricht einem Rückgang von rund 40 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Ungebrochen ist dagegen das Interesse der Konsumenten an Smartphones. Der Handel konnte die Verkaufszahl um fast 25 Prozent auf 5,6 Millionen Geräte steigern. Dass normale HAndys beim Verbraucher kaum noch gefragt sind, zeigt auch eine Prognose des European Information Technology Observatory (EITO). Demnach weren 76 Prozent aller 2013 hierzulande gekauften Mobiltelefone Smartphones sein. Die Ära des reinen Telefonier- und SMS-Mobiltelefons scheint sich ihrem Ende zuzuneigen.
Standard-Handys kaum noch gefragt
Die Grafik zeigt den Anteil von Smartphones an allen verkauften Mobiltelefonen.
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76 Prozent der in diesem Jahr hierzulande verkauften Mobiltelefone werden laut dem European Information Technology Observatory (EITO) Smartphones sein. Zum Vergleich: vor vier Jahren lag der Anteil der „normalen“ Handys noch bei 83 Prozent. Ähnlich sieht es in den anderen großen europäischen Staaten aus. In Großbritannien wird 2013 nur noch rund jedes fünfte verkaufte Mobiltelefon ein klassisches Tasten-Gerät. Vergleichsweise wenig Smartphonebegeistert sind dagegen die Spanier mit einem Verkaufsanteil von 66 Prozent.
Smartphonepreise fallen, nur nicht in Nordamerika
Die Grafik bildet eine Einschätzung der Analysten von IDC zum durchschnittlichen Verkaufspreis pro Smartphone 2013 und 2017 ab.
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Smartphones werden sich laut IDC in den kommenden Jahren deutlich verbilligen. Kostet ein Gerät in Europa derzeit durchschnittlich noch 419 US-Dollar, sollen es 2017 nur noch 259 US-Dollar sein. Getrieben wird diese Entwicklung nach Ansicht der Analysten durch eine zunehmende Anzahl von Herstellern mit Angeboten im Niedrigpreissegment, vor allem bei Smartphones mit Android-Betriebssystem. Weltweit soll der Preuis pro gerät in den kommenden vier Jahren um über 20 Prozent fallen. Einzige Ausnahme bildet der nordamerikanische Kontinent mit einer Preisssteigerung von rund sieben Prozent auf 567 US-Dollar. Eine Erklärung hierfür liefert IDC nicht, aber es scheint so zu sein, dass der Markt für Budget-Geräte in den USA und Kanada deutlich kleiner als anderswo ist.