IoT-Anbieter Smartfrog schließt zweite Finanzierungsrunde ab

von Stefan Hoffmeister
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Smartfrog, Anbieter einer Komplettlösung für Heimüberwachung mit Videokamera, App und Videospeicher, hat drei Monate nach dem erfolgreichen Launch die zweite Finanzierungsrunde abgeschlossen und somit insgesamt rund 10 Millionen US$ an Kapital erhalten.

Große Nachfrage nach Smartfrog Produkten seit internationalem Launch

Das IoT (Internet of Things) Startup Smartfrog bietet seine Produkte und Services weltweit an – und hat seit dem Launch im Oktober 2015 bereits Nutzer in über 65 Ländern. Wenige Wochen nach dem Verkaufsstart war das Produkt zeitweise aufgrund der großen Nachfrage „ausverkauft“.

Smartfrog Einsatzbereiche

Smartfrog Einsatzbereiche

Wer investiert in Smartfrog?

An dieser neuen Finanzierungsrunde ist neben dem bisherigen Investor e.ventures u. a. auch der internationale Venture Investor Target Global maßgeblich beteiligt. Target Global investiert vor allem in schnell wachsende B2C und B2SMB Internetunternehmen und wird mit seiner globalen Ausrichtung auch die Internationalisierung von Smartfrog unterstützen. „Smartfrogs Geschäftsmodell und sein Management haben uns überzeugt und passen perfekt in unser Investmentportfolio“, erklärt Yaron Valler, Partner Target Global.

Target Global managt einen Wachstumsfonds, der zwischen 5 und 30 Millionen USD pro Transaktion in Later Stage und Series B Runden investiert, sowie einen Seed-Phasen-Fonds, der sich auf späte Seed- und frühe A-Phasen-Investments konzentriert in Höhe von 200 – 500.000 USD. Die Kriterien für ein Investment sind: a) Digitale Geschäftsmodelle im Bereich B2C oder B2SMB; b) Ein skalierbarer Markt mit globalen Möglichkeiten; c) Unternehmen mit einem großartigen Team.

Mit diesem erweiterten Investment in Smartfrog unterstreicht der internationale Frühphaseninvestor e.ventures, der bereits in der letzten Runde investiert hat, die Position von Smartfrog als technologisch führender Anbieter im dynamischen IoT-Markt für Endkunden. An e.ventures sind u. a. große Handelshäuser wie die Otto Group, die Metro Group und die REWE Group beteiligt. „Smartfrog als eines der vielversprechendsten IoT-Unternehmen in Europa hat gezeigt, dass seine Produkte von den Kunden angenommen werden und dass es sein Geschäftsmodell international eskalieren kann“, sagt Andreas Haug, General Partner e.ventures.

Goldman Sachs sieht Internet der Dinge als nächsten Megatrend

Das Internet der Dinge ist laut einer Studie von Goldman Sachs der „nächste Megatrend mit einem geschätzten Marktvolumen von 18 Milliarden USD – bereits in 2017“. Doch bisher waren alle IoT-Produkte zu komplex und teuer, so eine Umfrage von Deloitte. Laut einer aktuellen GfK-Umfrage sind rund 71 Prozent der Deutschen bereit, bei einer einfach zu installierenden und zu bedienenden Sicherheitslösung für ihr Zuhause auch zu bezahlen.

Die Fragestellung (Basis: 959 Männer und Frauen ab 14 Jahren) lautete: „Stellen Sie sich vor, es gibt eine sehr einfach zu bedienende Sicherheitslösung, bestehend aus Kamera, einer App und einer jederzeit abrufbaren Videoaufzeichnung, mit der Sie zu Hause alles im Blick haben. Was wäre Ihnen eine solche Sicherheitslösung im Monat wert?“

Bereitschaft für monatliche Ausgabe:

  • 5-10 € = 46,5 %
  • mehr als 10 € = 24,3 %
  • total: mehr als 5 € = 70,8 %

Bei Familien mit zwei minderjährigen Kindern im Haus steigt die Bereitschaft, im Monat 5-10 € für eine einfach zu installierende IoT-Kamera-Sicherheitslösung zu zahlen, auf über 65 Prozent.

Hier setzt das Smartfrog-Konzept mit seiner für jedermann wirklich einfach zu bedienenden und preisgünstigen Heimüberwachungslösung an: Der internationale Massenmarkt ist das Ziel.

Zu den Gesellschaftern von Smartfrog zählen u. a. die Gründer und Manager von international führenden IT- und Internetunternehmen wie Strato, ClickandBuy und AVG, die mit Millionen Kunden weltweit mehrfach unter Beweis gestellt haben, wie man komplexe Technologien einfach anwendbar und erschwinglich für jedermann macht. Zu der internationalen Going to Market Strategie von Smartfrog gehört auch ein „Freemium-Produkt“, ein neuer Ansatz für die IoT-Branche: Smartfrog ist der erste Anbieter in diesem Segment, der neben seinem zahlungspflichtigen Kamera-Produkt auch weltweit eine kostenlose App zur Verfügung stellt, mit der die Nutzer fast jedes Smartphone und jede Webcam als Überwachungskamera nutzen können. So will das Unternehmen international an Reichweite gewinnen und einen Brand aufbauen. In einem nächsten Schritt können die Kunden zu zahlungspflichtigen Produkten und Diensten upgraden. Diese Strategie ist insbesondere auch für Schwellen- und Entwicklungsländer ideal geeignet.

Internationalisierung wird Offline wie Online voran getrieben

Um die Internationalisierung von Smartfrog weiter voranzutreiben, werden neben den bereits vorhandenen Offices in Deutschland, der Schweiz, Irland und China demnächst auch Büros in weiteren Ländern eröffnet, u. a. in den USA und Großbritannien. Weitere wichtige Vertriebskanäle sind – neben dem eigenem e-Shop – Etailer und Retailer. Führende IT-Distributoren in Europa haben großes Interesse an Smartfrog bekundet. Ein erster Distributionsvertrag mit Brodos, einem Marktführer im deutschsprachigen Raum, sichert den Vertrieb bei über 1700 Etail- und Retail-Fachhändlern. Mit Notebooksbilliger.de konnte ein weiterer starker Vertriebspartner gewonnen werden, zudem ist Smartfrog bei Amazon gelistet. Vertriebskooperationen mit reichweitenstarken Partnern wie Telcos, ISPs und Energieversorgern sind geplant und werden demnächst gelauncht.

Wir haben im Oktober ausführlich über die erste Finanzierungsrunde und das Angebot von Smartfrog berichtet.

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