Registrar Atlas 2013 bestätigt fortdauernden Erfolg von .de Domains

von Stefan Hoffmeister
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Die Ergebnisse der von DENIC als Sponsoring Partner unterstützten größten internationalen Studie der Domainindustrie, dem vom Verband der deutschen Internetwirtschaft eco herausgegebenen Registrar Atlas 2013, wurden diese Woche offiziell veröffentlicht. An der dritten Auflage der Untersuchung beteiligten sich knapp 300 domainanbietende Unternehmen aus acht Ländern – neben der D-A-CH-Region und den Niederlanden erstmals auch Frankreich, Großbritannien, Bulgarien und Russland. Angesichts der kurz bevorstehenden Einführung neuer Adressendungen (Top Level Domains) im Internet liefert die Erhebung interessante Einblicke in wesentliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten der regionalen Märkte ebenso wie in allgemeine Trends und Einschätzungen der Branche.

80 % der Registrare glauben an weiteren Erfolg von .de Domains

Danach gehen mehr als 80 Prozent der befragten Registrare aus Deutschland nicht davon aus, dass die neuen Top Level Domains (TLDs) zu einem Rückgang der Domainregistrierungen unter der heimischen Länderkennung .de führen werden. Ohnehin ist die Endung .de, so bescheinigt es die Studie, nach wie vor die erfolgreichste Länder-TLD der Welt. Nicht nur unter den 10 Top Level Domains, die deutsche Registrare am häufigsten verkaufen, liegt .de mit 90 Prozent weit an der Spitze. Als einziger der untersuchten Märkte scheint Deutschland zudem auch für ausländische Anbieter im besonderen Maße attraktiv zu sein.

Einen Bedeutungsverlust der derzeit existierenden Top Level Domains sehen die befragten Anbieter in ihrer Mehrheit somit nicht heraufziehen; viele streben zusätzliche Akkreditierungen vielmehr eher für bereits bestehende TLDs an als für neue TLDs. Überhaupt bewerten die Registrare, denen als Gate Keeper gewissermaßen eine Schlüsselrolle für Erfolg oder Misserfolg der neuen TLDs zukommt, die Chancen neuer Adresserweiterungen weniger danach, ob es sich um geografische oder generische Endungen handelt, sondern machen diese überwiegend an der spezifischen Top Level Domain fest.

Bei 188 Antwortenden aus Deutschland – sie stellten rund 63 Prozent der Studienteilnehmer – ist der Anteil von 8 Prozent der Unternehmen, die neue Top Level Domains überhaupt nicht anbieten wollen, überraschend hoch. Vergleichbare Zurückhaltung mit ebenfalls 8 Prozent zeigen am anderen Ende des Spektrums Unternehmen, die ein volles Sortiment anstreben. Die breite Mehrheit wird ihr eigenes Portfolio durch die Zusammenarbeit mit Wiederverkäufern erweitern. Auch will die Mehrzahl der Unternehmen die neuen Top Level Domains nicht besonders bewerben.

konservative Erwartungen bezüglich neuer TLD´s am Gesamtvolumen

Den Anteil neuer TLDs am Gesamtvolumen ihrer verwalteten Domains in fünf Jahren setzen drei Viertel der befragten deutschen Registrare demnach auch eher konservativ an – nämlich unter 10 Prozent. Auch DENIC-CEO Sabine Dolderer schätzt die Konkurrenz für die deutsche Länderkennung .de nicht allzu hoch ein: „Ob das Preis-Leistungs-Verhältnis der neuen Adressendungen mit den etablierten TLDs mithalten kann, muss sich erst noch erweisen. Davon wird aber langfristig die Kundenakzeptanz solcher Endungen abhängen.“

Apps und Suchmaschinen als Gefahr

Eine größere Gefahr für die Branche bildet aus Sicht der Domainanbieter die zunehmende Verwendung von Apps und Suchmaschinen auf mobilen Endgeräten. Mit 40 Prozent etwa gleichauf wie im Vorjahr lag der Anteil der deutschen Registrare, die die Nutzung von Suchmaschinen statt Domains für das Auffinden von Informationen als kritisch für das Domaingeschäft ansehen. Dass Kunden Vanity-URLs von Social Media-Anbietern einer eigenen Domain vorziehen könnten, befürchten dagegen weitaus weniger Anbieter als im Vorjahr; so sank dieser Anteil unter den deutschen Teilnehmern in der aktuellen Untersuchung von 37 auf 21 Prozent.

Die der Studie zugrunde liegenden Informationen wurden im Zeitraum Anfang November 2012 bis Ende Februar 2013 mittels eines Online-Fragebogens erhoben. In die Auswertung sind Ergebnisse aus der Teilnahme von knapp 300 Personen eingeflossen. Der Registrar Atlas 2013 kann kostenfrei heruntergeladen werden unter numbers.eco.de.

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