Bitkom fordert eine Digitale Strategie für Europa

von Stefan Hoffmeister
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Der Hightech-Verband BITKOM begrüßt, dass sich der Europäische Rat auf seiner Sitzung am 24. und 25. Oktober mit dem Thema Digitale Wirtschaft beschäftigt.

gemeinsame Digitale Strategie in der EU notwendig

Ziel müsse es sein, eine gemeinsame ITK-Strategie für Europa zu entwickeln, die Wachstumsmöglichkeiten für bestehende Unternehmen und Start-ups schafft und die Entwicklung neuer digitaler Technologien und eine erstklassige Forschung ermöglicht.

  • Flickenteppich nationaler und regionaler IT-Strategien überwinden
  • Modernisierung der Infrastrukturen und Cyber-Sicherheit als zentrale Aufgaben
  • EU ist hinter den USA weltweit der zweitgrößte ITK-Markt

Digital-Strategie mit einem umfassenden wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Ansatz

„Wir brauchen eine Digital-Strategie mit einem umfassenden wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Ansatz“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Es reicht nicht aus, sich auf Einzelfragen wie das Urheberrecht zu konzentrieren, wie manche Mitgliedsstaaten sich das wünschen. Wir brauchen einen gesamtheitlichen Ansatz. In diesem Punkt unterstützen wir die Haltung der Bundesregierung ausdrücklich.“ Die USA oder auch asiatische Staaten hätten die Bedeutung der Digitalen Wirtschaft schon lange erkannt und entsprechend gehandelt. „Das Silicon Valley ist nicht zufällig entstanden, sondern ist auch eine Folge gezielter Flankierung durch die US-Regierung“, so Kempf. Derzeit hat die EU einen Anteil von 25 Prozent am weltweiten ITK-Markt, die USA kommen auf 27 Prozent. China erreicht 10 Prozent, Japan 8 Prozent und Brasilien 4 Prozent.

Zentrale Aufgaben einer europäischen Digital-Strategie sind nach Ansicht des BITKOM eine Modernisierung der Infrastrukturen und eine Erhöhung der Cyber-Sicherheit. Wichtiger Baustein dabei könnte eine EU-weite Initiative zum Ausbau intelligenter Netze werden, mit der unter anderem die Digitalisierung der Produktion hin zu Industrie 4.0 vorangetrieben würde. „Wenn wir unsere Industriekompetenz mit unseren innovativen ITK-Lösungen verbinden, können wir die vierte industrielle Revolution zur Industrie 4.0 erfolgreich bewältigen und eine weltweite Vorreiterrolle einnehmen“, sagte Kempf.

Forschung für ITK-Branche entscheidend

Eine wichtige Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen ITK-Branche kommt dabei der Forschung zu. Das entsprechende EU-Innovationsprogramm „Horizon 2020“ müsse deshalb stärker auf Unternehmen der Informationstechnologie und Telekommunikation ausgerichtet werden. Darüber hinaus sieht der BITKOM Chancen bei der Qualifizierung von Fachkräften sowie beim Einsatz von digitalen Lernmitteln in Schulen und Hochschulen durch eine EU-weite abgestimmte Politik „Fachkräftemangel ist seit Jahren ein zentrales Wachstumshemmnis für die BITKOM-Branche. Allein in Deutschland haben wir rund 40.000 unbesetzte Stellen für IT-Experten“, so Kempf.

Ausdrücklich begrüßt der BITKOM die europäischen Initiativen zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Dabei müsse es gelingen, die hohen deutschen Standards bei Datenschutz und IT-Sicherheit in Europa zu verankern. „Die Diskussion im Europäischen Rat muss der Auftakt für eine gemeinsame IT-Strategie werden. In der Digitalen Welt müssen wir einen gemeinsamen europäischen Ansatz entwickeln und die nationalstaatlichen und föderalen Strukturen überdenken“, sagte Kempf. „Wenn wir weiter an einem Flickenteppich nationaler und regionaler IT-Strategien weben, vergeuden wir unsere Energie.“

Der BITKOM

Der BITKOM vertritt mehr als 2.000 Unternehmen, davon über 1.200 Direktmitglieder mit 140 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Nahezu alle Global Player sowie 800 Mittelständler und zahlreiche gründergeführte Unternehmen werden durch BITKOM repräsentiert. Hierzu zählen Anbieter von Software & IT-Services, Telekommunikations- und Internetdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien.

 

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