Perfektes SEO: So unterscheiden sich B2C und B2B

von Gastautor
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Vom Kunden online gefunden werden – Dieses Ziel verfolgt die Suchmaschinenoptimierung (kurz: SEO) sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich. Die Basics in beiden Bereichen bilden eine präzise Keyword-Recherche, ein sinnvolles Linkbuilding und ein professionelles Content Management.

Erst wenn es um die konkreten Produkte geht, also ob Winterjacken oder Landmaschinen angeboten werden, müssen Inhalte unterschiedlich aufbereitet werden. Behalten Sie die Herausforderungen, die beide Branchen mit sich bringen, für ein erfolgreiches SEO unbedingt im Blick.

SEO

Grundsätzliche Unterschiede zwischen B2B und B2C SEO

Um die Unterschiede in der Suchmaschinenoptimierung nachvollziehen zu können, lassen Sie uns zunächst einen Schritt zurückgehen: Worin unterscheiden sich der B2C- und der B2B-Bereich grundsätzlich?

Unternehmen mit Business-to-Customer Ausrichtung wenden sich mit ihren Produkten direkt an den Endverbraucher, während Business-to-Business-Shops andere Unternehmen ansprechen. Die Kaufentscheidungen im B2B nehmen teils lange Wege über mehrere Köpfe hinweg und die Customer Journey ist damit deutlich länger als im B2C.

So unterscheidet sich der B2C- vom B2B-Bereich

Business to Consumer Business to Business
Zielgruppe groß klein, fest definiert
Entscheidungsweg oft kurz (Impulskauf), durch eine Einzel-Person lang, meist eine Kollektiventscheidung
Produkte eher einfache Produkte, geringer Erklärungsbedarf eher komplexe Produkte, hoher Beratungsbedarf
Verkaufsanzahl hoch geringer
Transaktionsvolumen eher gering eher hoch
Markt unüberschaubarer Massenmarkt relativ kleiner Markt
Sonstige Merkmale günstige Produkte, Rabattaktionen, besonderes Alleinstellungsmerkmal Qualität, Beratung, Vertrauen

Keyword-Analyse, Linkbuilding und
Content Management
So unterschiedlich optimieren Sie
Content für B2C und B2B

Wie messen Sie diesen Unterschieden in der Suchmaschinenoptimierung nun die richtige Bedeutung zu? Wie setzen Sie SEO für Ihren Bereich optimal ein?

SEO

Keyword-Analyse: Mehr Arbeit im B2C

Es mag der Eindruck entstanden sein, der B2B-Bereich habe es grundsätzlich schwerer: Einer kleinen, fest definierten Zielgruppe werden vergleichsweise wenige (Nischen-)Produkte angeboten. Fürs SEO bedeutet das jedoch: Das Transaktionsvolumen ist viel ergiebiger als im B2C-Bereich, denn wenn ein Kunde nach diesem Nischenprodukt sucht, wird er es auch finden.

B2C verlangt eine präzise Keyword-Analyse

Bei B2C-Produkte sieht das anders aus. Sie bilden nur einen kleinen Teil einer großen Masse an ähnlichen Produkten und haben daher ein deutlich geringeres Suchvolumen als Suchen im B2B-Bereich. Sie tendieren sogar gegen Null.

Verkäufer im B2C-Bereich sollten daher eine präzise Keyword-Analyse durchführen, um die idealen Begrifflichkeiten fürs SEO zu finden. Berücksichtigen Sie dabei sowohl die Produkt- als auch die Kundensicht.

Tipp 1: Binden Sie auch Ingenieure und Mitarbeiter des Vertriebs ein, um die offiziellen Titel, Trivialnamen oder die Kundenbezeichnungen zu erschließen.

Tipp 2: Bei ähnlichem Suchvolumen von zwei Keywords für das gleiche Produkt, schalten Sie doch einmal zwei AdWords-Kampagnen, um das besser performende Keyword zu ermitteln.

Linkbuilding: Eine Herausforderung im B2B

Ein gewichtiger Bereich des SEO ist der Linkaufbau. Sinnvolle Verlinkungen von anderen Seiten bringen sowohl den B2C- als auch den B2B-Shop im Ranking weit nach oben.

B2C-Unternehmen haben es leicht: Sie schöpfen von Blogs über Magazine bis hin zu Influencern viele Möglichkeiten aus, um erstklassige Backlinks zu generieren.

Im B2B-Bereich sind potentielle Linkgeber hingegen rar gesät, denn mit den speziellen Themen beschäftigen sich tendenziell wenige Blogs oder Magazine.

Wer könnte für ein B2B-Unternehmen Linkgeber sein?

  • Kunden, Kooperationspartner & Lieferanten
  • Jobportale
  • Hochwertige Webkataloge, Branchen- und Stadtportale
  • (Online-)Fachzeitschriften & Blogs
  • PR-Portale
  • Lokale Medien (z.B. im Wirtschaftsteil der regionalen Zeitung)

Tipp 1: Denken Sie an Ihre Kooperationspartner und Lieferanten. Sie werden gern auf Ihre Seite verweisen.

Tipp 2: Auch ein Blick auf die Konkurrenz hilft, relevante Plattformen zu finden. Dabei zählt nicht, möglichst viele Backlinks zu verzeichnen, sondern qualitativ bessere als die Wettbewerber vorweisen zu können.

Tipp 3: Unspezifische Produktnamen erschweren den Linkaufbau. Seien Sie kreativ und werden Sie auch für Laien greifbar!

Content Marketing: Bauen Sie auf Fakten
oder auf Storytelling?

Suchmaschinen listen ihren Nutzern die relevantesten Antworten auf ihre Fragen auf und schaffen das heutzutage bereits beeindruckend gut. Die sogenannte „semantische Suche“ scannt Texte nicht mehr nur nach Keyword-Häufigkeiten ab, sondern bewertet auch, wie sinnvoll und hilfreich der Content für die Leser ist.

Produzieren Sie solide Texte und Content-Highlights

Setzen Sie auf strategisches Content Marketing, um in den Suchmaschinen an oberster Stelle mitzumischen. Das Ranking in Suchmaschinen und die Klicks auf einzelne Inhalte werden dabei variieren, doch jede Veröffentlichung zahlt letztlich auf das Unternehmensziel ein.

Gleiche Ziele in B2C und B2B:
Gute Rankings, viele Klicks

Sowohl B2B als auch B2C wollen gute Ranking-Ergebnisse und viele Klicks erreichen. Was den konkreten Content angeht, unterscheiden sie sich jedoch fundamental voneinander.

Während B2B hauptsächlich sachliche und nützliche Informationen vermitteln muss, sind für den B2C-Content oft auch emotionale Texte entscheidend, um das persönliche Interesse des potenziellen Kunden anzusprechen.

Unterschiedliche Text-Eigenschaften im B2C und B2B:

  • Informativ vs. Emotional
  • Faktenreich vs. Storytelling
  • Unternehmer vs. Endverbraucher

Informationen, Fakten – Das klingt nach Listen und Tabellen. Wirkt der linke Teil für B2B-Redakteure ernüchternd? Lassen sich für B2B überhaupt Texte schreiben? Auf jeden Fall! Führen Sie Interviews und werten Sie Statistiken aus. Den B2B-Content können Sie auf einem Corporate Blog oder auf verschiedenen, anderen Plattformen veröffentlichen.

Tipp 1: Diverse Tools, wie www.answerthepublic.com, helfen Ihnen bei der weiterführenden Themenfindung.

Tipp 2: Bieten Sie Ihren Kunden folgende Medien mit B2B-Content an:

  • White Paper
  • Fallstudien
  • Webinare
  • eBooks
  • Videos
  • Blogposts
  • Infografiken

Fazit: B2C und B2B – Behalten Sie Keywords, Backlinks und Content Management
als Gesamtheit im Blick

SEO

Herbert Buchhorn, Geschäftsführer von Clicks digital

Wer Content für Suchmaschinen optimieren möchte, muss sowohl die unterschiedlichen Herausforderungen, die beide Branchen mit sich bringen, im Blick behalten als auch das Zusammenspiel von Keywords, Backlinks und Content Management.

Verkäufer im B2C-Bereich müssen ihre Keywords präzise analysieren, um die idealen Begrifflichkeiten fürs SEO zu finden. B2B-Unternehmen können entspannter bleiben, da sie mit ihrem Nischenprodukt gut in Suchmaschinen ranken werden.

Von Backlinks profitieren B2C-Unternehmen: Sie haben viele Möglichkeiten erstklassige Links zu generieren. Im B2B-Bereich sind potentielle Linkgeber hingegen rar gesät, doch die Unternehmen können über ihre Kunden, Kooperationspartner und Lieferanten qualitative Backlinks generieren oder sich über Fachartikel als Experte positionieren.

Das Content Management sollte im B2C auf emotionale und im B2B auf informative Texte setzen. So wird es dem Parameter der „Semantischen Suche“ gerecht, denn der Content muss in erster Linie für die Nutzer relevant sein, um mit SEO Erfolg zu haben.

Über den Autor:

Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks digital und Experte für Suchmaschinenoptimierung (SEO). Seit der Gründung der Agentur im Jahr 2007 veröffentlicht er regelmäßig Fachbeiträge zum Thema SEO & E-Commerce in verschiedenen Online- und Printmagazinen, ist anerkannter Speaker auf Konferenzen und hält regelmäßig Seminare rund um das Thema Online Marketing.

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1 Kommentar

Perfektes SEO: So unterscheiden sich B2C und B2B – Dietmar Hölscher 26. August 2018 - 18:28

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